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clever und mittendrin | Xenos - Leben und Arbeiten in Vielfalt (2003-2005)

XENOS - Leben und Arbeiten in Vielfalt


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Interkulturelles und Interreligiöses Training sowie Ausbildung zur arbeitsmarktbezogenen Mentorenfunktion für Jugendmitarbeiterinnen und Jugendmitarbeiter als Multiplikatoren in Bonn

(2003 - 2005)

  Xenos Radioprojekt © BIM

Die Arbeitslosigkeit ist unter den Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Bonn dreifach höher als unter deutschen Jugendlichen und auch die beruflichen Chancen sind schlechter als bei diesen. Jugendliche, besonders solche mit Migrationshintergrund, brauchen Fürsprecher auf dem Arbeitsmarkt. Sie brauchen Begleitung bei der Bewältigung von schulischen Aufgaben und Bewerbungen sowie Persönlichkeitsförderung, um in den Arbeitsmarkt hinein und im Berufsleben zurecht zu kommen.
Das Bonner Xenos-Projekt richtete sich an JugendmitarbeiterInnen verschiedener Konfessionen und Religionen in Bonn sowie weitere interessierte Einzelpersonen insbesondere mit Migrationshintergrund, die sowohl in ihren Gruppen und Angeboten auf die Jugendlichen Einfluss nehmen, als auch durch ihr Verhalten und ihre Aktionen in Kirchengemeinden, Glaubensgemeinschaften und Stadtteilen besondere Wirkungen erzielen könnten.
Kernziel des Projektes war einerseits, die Jugendmitarbeiterinnen und -mitarbeiter im interkulturellen und interreligiösen Bereich fortzubilden und zu sensibilisieren, andererseits im Anschluss an die Fortbildungen mit den Jugendlichen in den Stadtteilen Projekte zu entwickeln, die zur Bewusstseinsbildung in der Öffentlichkeit, von Arbeitgebern und Verbänden in der Region beiträgt. Begleitend wurden die JugendmitarbeiterInnen durch die Fortbildung für die Probleme der Jugendlichen sensibilisiert, damit sie die Jugendarbeitslosigkeit und ihre Ursachen adäquater erkennen und Lösungsperspektiven erarbeiten können.
Es ging nicht primär darum, während des Projektes die Arbeitslosigkeit unter den Jugendlichen zu verringern oder Ausbildungsplätze zu vermitteln. Es ging vielmehr darum, den Jugendlichen durch die Betriebsprojekte Zugangsmöglichkeiten zu Unternehmen und Betrieben zu schaffen, um diese kennen zu lernen und dann selbständig für das spätere Berufsleben aktiv zu werden.
Das Bonner Xenos - Projekt lief in zwei Phasen ab:

1) Fortbildung für Jugendleiterinnen und Jugendleiter
Unser Hauptanliegen bei der Konzeption der Fortbildung bestand darin, die Modulinhalte möglichst nah an der konkreten Situation und den Problemen zu planen und genau auf den Bedarf der Teilnehmenden in ihrem jeweiligen Arbeitsfeld hin zuzuschneiden.
Themen der Fortbildungsmodule waren: Ansätze der Interkulturellen Pädagogik und Jugendbildungsarbeit, Methode: Zukunftswerkstatt, Interreligiöser Dialog, Projektentwicklung im interkulturellen Bereich, Interkulturelle Kompetenz - Selbstkonzepte, Sozialisation, Kommunikation, Interkulturelle Kompetenz - Länderinformationen, Konfliktmanagement, Projektentwicklung im Stadtteil, Mentorenfunktion bezüglich Berufswahl, Berufseinstieg, Arbeitgeberkontakt und Zugang jugendlicher Migrantinnen und Migranten zum Arbeitsmarkt.

 Xenos Fortbildung © BIM

2) Stadtteilorientierte Projekte mit Jugendlichen
Hierzu zwei Beispiele:

 Kontaktworkshops „Arbeitswelt Bonn"
Im Rahmen des Teilprojektes „Arbeitswelt Bonn" wurden mit verschiedenen Gruppen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund Besuche in Unternehmen und Betrieben der Region  Bonn durchgeführt.
Den Jugendlichen wurde dadurch die Möglichkeit der Kontaktaufnahme zu Unternehmen der Region erleichtert, um Ausbildungschancen zu eröffnen oder Praktika zu ermöglichen.
Es wurden ihnen durch die Besuche und Gespräche Informationen und praktische Anschauungen über Ausbildungswege vermittelt, bzw. welche Anforderungsprofile der Eintritt in den Arbeitsmarkt für die eigene Person mit sich bringt und welche Hilfen es für einen gelungenen Einstieg ins Arbeitsleben gibt. Durch die Workshops wurden bei Eltern, Schule und auch den Jugendlichen eine Sensibilisierung und Aktivierung des Selbsthilfepotentials erreicht. Der Zugang zu den Arbeitgebern der Region wurde aufgebaut und in den Betrieben und Unternehmen wurde auf die spezielle Lebenssituation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund aufmerksam gemacht

 Radioprojekt „Hürdenläufer"
Das Radioprojekt hat Jugendliche mobilisiert, sich journalistisch mit dem Thema „Ausbildung und Arbeitsmarkt/Beruf" auseinander zu setzen. Mit Unterstützung eines Radioproduzenten, eines Journalisten und eines Tontechnikers nahmen Jugendliche mit Migrationshintergrund an einem Radioproduktionsworkshop teil und erstellten eine Radioreportage, die später im Lokalradio Bonn Rhein ausgestrahlt und als CD hergestellt wurde. Die Jugendlichen wurden durch die Workshops befähigt, Medienkompetenz zu erlernen und die Probleme medial auszuarbeiten. Durch die Ausstrahlung der Sendung wurde eine breitere Öffentlichkeit erreicht und auf das Thema aufmerksam gemacht. Bei der Abschlussveranstaltung des Projekts wurden Fachleute und Presse eingeladen und es wurden gemeinsam Perspektiven und Möglichkeiten für die Zukunft erörtert.

Projektträger: Evangelischer Kirchenkreis Bonn, evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA)
Trägerorganisationen und Kooperationspartner: BIM e.V., Bundesstadt Bonn, Medienzentrum Bonn, Integrationsrat, DITIB - Türkisch-Islamische Gemeinde zu Bonn e.V., Evangelische Jugend Bonn e.V., Go4Jobs! e.V., Heimstatt e.V.: Jugendmigrationsdienst Bonn, Jugendzentrum St. Cassius, Radio Raspel
Förderer: Europäischer Sozialfonds, Bundesministerium für Arbeit und Soziales Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend