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clever und mittendrin | Hintergrund des Projektes

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Hintergrund des Projektes


Mit dem Projekt „clever und mittendrin" wollen wir auf die Tatsache reagieren, dass Kinder und Jugendliche mit Migrationsgeschichte im deutschen Bildungssystem nach wie vor signifikant schlechter abschneiden als gleichaltrige Deutsche. So sind z.B. Jugendliche mit Migrationsgeschichte selbst bei gleichem Sozialstatus seltener Schüler eines Gymnasiums und dementsprechend öfter auf der Haupt- oder Realschule als deutsche Jugendliche. Und ausländische Jugendliche verlassen doppelt so oft wie deutsche die Schule ohne jeglichen Abschluss (Bildungsbericht 2008: S.11, für weitere Informationen siehe die Bildungsberichte 2006 und 2008 unter www.bildungsbericht.de). Diese allgemeinen Beobachtungen spiegeln sich auch in den konkreten Zahlen der Statistikstelle der Bundesstadt Bonn von 2007 wieder:

Bonner
SchülerInnen

 Allg.Hoch- /Fachhoch-
 schulreife    

 Realschul-
 abschluss  
 Hauptschul-
 abschluss    
 kein
 Abschluss  
ohne Migrationsgeschichte         31,7% 39,0% 23,0% 6,4%
mit Migrationsgeschichte 
 15,7% 29,3% 39,5% 15,5%

 

 

 

 

 


Quelle: Statistikstelle der Bundesstadt Bonn

Erfolg auf dem Bildungsweg ist jedoch eine Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Einstieg in den Arbeitsmarkt und letztendlich auch für ein selbstbestimmtes, aktives und integriertes Leben in der deutschen Gesellschaft. In diesem Sinne will unser Projekt Clever und Mittendrin durch die Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Eltern mit Migrationsgeschichte bei der besseren Nutzung ihrer Chancen im deutschen Bildungssystem einen Beitrag für die einzelnen Bildungs- und Lebenswege, aber auch zur gesamtgesellschaftlichen Integration leisten.


„Es besteht Einvernehmen in Politik und Wissenschaft, dass dem Erziehungs-, Bildungs- und Qualifikationssystem eine Schlüsselfunktion für den langfristigen Erfolg der gesellschaftlichen Integration von Migranten(kindern) zukommt. Besonders angesichts der demo-graphischen Entwicklung sind Förderung und (Aus-)Bildung junger Migrantinnen und Migranten [...] für künftige Produktivität und gesellschaftlichen Wohlstand von großer Bedeutung.
Die Bildungseinrichtungen können diese Schlüsselfunktion nicht allein aus sich heraus erfüllen, sondern bedürfen dazu der Unterstützung aus dem sozialen und ökonomischen Umfeld und aus der Politik."  (Bildungsbericht 2006: 137)

 


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Weiterführende Informationen:

Schlechte Abschlüsse trotz hoher Motivation

Studie zur Lernmotivation von SchülerInnen im Bonner Norden wirft strukturelle Fragen an das Bildungssystem auf

Eine Gruppe Studierender des Masterstudienganges "Gesellschaften,Globalisierung und Entwicklung" an der Universität Bonn hat im WS 09/10 eine Studie zur Lernmotivation von SchülerInnen im Bonner Norden durchgeführt, die vom Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V. begleitet wurde. Hierfür wurden mit Hilfe eines Fragebogens alle Schüler der siebten und neunten Klassen der öffentlichen weiterführenden Schulen im Bonner Norden (zwei Hauptschulen, Realschule, Gesamtschule, Gymnasium), insgesamt 735 SchülerInnen.

Gegenstand der Studie sind einerseits die Zusammenhänge zwischen Migrationshintergrund, sozialem Hintergrund und Schulform und andererseits mögliche Ursachen für Unterschiede in der Lernmotivation.

Die Analyse der Daten hat unter anderem ergeben, dass
- die Gruppe der SchülerInnen mit Migrationshintergrund auf Haupt- und Realschulen überrepräsentiert ist. Auch ein schwacher sozialer Status steht eindeutig in Verbindung mit a) Migrationshintergrund und b) niedrigeren Schulformen.
- die Lernmotivation der Schüler im Bonner Norden hoch ist: so möchten zum Beispiel 60% aller Schüler Abitur machen. Insbesondere unter den Schülern mit Migrationshintergrund befinden sich prozentual mehr Hochmotivierte als unter Schülern ohne Migrationshintergrund. Es zeigt sich, dass weder der soziale noch der nationale Hintergrund für Unterschiede in der Lernmotivation verantwortlich ist.

Dieses Ergebnis wirft die Frage auf, wie sich die Diskrepanzen zwischen einer überdurchschnittlichen Lernmotivation und unterdurchschnittlichen schulischen Erfolgen von Schülern mit Migrationshintergrund erklären lassen.
Hierzu wäre eine weitere Erforschung der Auswirkungen externer Faktoren,  insbesondere institutionelle Strukturen des Bildungssystems und politische Maßnahmen, auf den Schulerfolg erforderlich.

Die komplette Studie können Sie hier einsehen.